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Maniac Panhard

Hersteller: Panhard Dyna Z1 Luxe
Preis: 19.800

  • Baujahr: 1955
  • 2 Zylinder
  • 954 ccm
  • ca. 70 PS
  • ca. 160 km/h

Panhard, oder französisch ausgesprochen „Poaar“, vormals Panhard et Levassor, ist die älteste Automobilmarke der Welt! Ganz richtig, aus Marketingsicht ist nicht Benz oder Daimler die älteste Automarke, sondern Panhard et Levassor. Ganz einfach deswegen, weil Panhard bereits 1890 ein Automobil an einen Kunden verkauft hat und sowohl Benz als auch Daimler zu dieser Zeit noch experimentierten und noch keinen Autoverkauf vorweisen konnten. Panhard et Levassor sollte fortan zu den innovativsten Automarken überhaupt aufsteigen, manche Automobilisten bezeichnen die Marke gar als die innovativste überhaupt. Panhard baute von 1922 bis 1939 ausschließlich ventillose sogenannte Hülsenschiebermotoren. Mit dieser Motorentechnik beschäftigen sich damals viele Hersteller, auch Mercedes, aber nur Panhard setzte ausschließlich auf diese Technologie und galt hier als wegweisend. 1926 baute Panhard et Levassor den bis heute schnellsten Wagen mit Hülsenschieber, der eine Geschwindigkeit von 222 Km/h erreichen konnte. Nach dem zweiten Weltkrieg reagierte Panhard schnell und stellte seine gesamte Produktion auf benzinsparende Fahrzeuge mit Hochleistungszweizylindermotoren um. Die kleinen meist 848 ccm Hubraum fassenden Motoren leisteten bis an die 60 PS und verbrauchten deutlich weniger Benzin als alle anderen französischen Motoren. 1953 wurden diese Motoren in das neue Modell Dyna Z eingebaut. Dem ersten Serienauto mit einer selbsttragenden Karosserie vollständig aus Aluminium, die sechs Insassen Platz bot! Die Rohkarosse wog einschließlich Türen und Hauben nur 98,5 Kg und das fahrfertige Auto hat ein Leergewicht von 815 Kg. Der Panhard Dyna Z war aber nicht nur durch seinen Motor und seine Alukarosserie ein Knüller, sondern auch durch seine strömungsgünstige Karosserie, deren Cw-Wert später mit 0,24 gemessen wurde. Ab Werk wurden diese Fahrzeuge ausschließlich mit 848 ccm Motoren mit 42 bis 50 PS angeboten und erreichten Höchstgeschwindigkeiten von 144 km/h. Da Panhard auch Flugzeuge baute, war man der einzige französische Autohersteller, der in großem Umfang das staatlich kontingentierte Aluminium verwenden durfte. Ab 1958 wurde Aluminium jedoch so knapp, dass man sukzessive auf Stahlblech zurückgehen musste. Zu Beginn der 1990er Jahre wurden Panhard Aluminiumfahrzeuge für die Entwicklung der Alu-Space-Frame Karosserie des Audi A8 genauestens untersucht. Zu dem Zeitpunkt waren die Autos bereits 40 Jahre alt! 1959 wurde das Nachfolgemodell Panhard PL 17 vorgestellt. 1965 übernahm Citroën die Aktienmehrheit bei Panhard und stelle 1967 die Produktpalette von Panhard-Fahrzeugen ein. Wie man sich vorstellen konnte, war Citroën „scharf“ auf das Know-how und so flossen nach 1965 viele Entwicklungen von Panhard in die Serienflotte von Citroën. Im Laufe unserer vierzehnjährigen Firmengeschichte wird dies der neunte Panhard in unserer Werkstatt sein.

Diesen Panhard Dyna Z1 Luxe haben wir von einem älteren Herren, der diverse Panhard Modelle besitzt, diese alle selber aufgearbeitet hat und penibel wartet. Unter anderem lässt die Urenkelin von René Panhard der 1886 die Autofirma Panhard et Levassor gegründet hat, ihren Panhard Dyna X Cabriolet bei diesem Herrn warten. Er hat ein Ersatzteillager, in dem allein zwei Tonnen Panhardzylinder liegen. Seine Autos sind mit optimalen Teilen zusammengebaut und stets mit den begehrten 954ccm Motoren der Topmodelle des Sportmodells DB (Deutsch Bonnet) Les Mans versehen. Außerdem sind die Motoren, wie bei zeitgenössischen Rallyefahrzeugen, mit zwei Zündkerzen pro Zylinder versehen und mit einer kontaktlosen Zündung ausgestattet. Die Rad/Bremsenkombination stammt ebenfalls vom Modell DB und da die originalen Rückleuchten eines ‘55er Modells sehr sparsam sind, wurden zusätzlich die Rückleuchten eines ‘57er Modell angebaut. Der gesamte Zustand des Autos kann als 2+ bezeichnet werden und das Auto bekommt bei uns selbstverständlich eine Inspektion, sowie eine neue Hauptuntersuchung und ein H-Gutachten. Der ältere Herr hält alle seine Panhard voll einsatzbereit, benutzt sie im Alltag und fährt damit zu Panhard-Treffen kreuz und quer in Frankreich. Dieses Auto haben wir über Ostern auf eigenen Achsen von Bordeaux nach Berlin überführt – ohne jegliche Probleme! Einen besseren Panhard Dyna Z wird man schwerlich finden.

Noch ein paar interessante Dinge zu den Panhard Nachkriegsfahrzeugen:

  • Der Motor ist als tragendes Teil des Fahrwerks konzipiert
  • Die Zylinder haben Sackbohrungen, also keine abnehmbaren Zylinderköpfe
  • Die Ventile werden nicht über Spiralfedern, sondern über Drehstäbe geschlossen
  • 1961 gewannen drei Panhard PL 17 Tigre, mit ihren 848 „Kubik-Motörchen“ die ersten drei Plätzen der Gesamtwertung der Rallye Monte-Carlo!
  • 1954/55 mischte Panhard mit 750ccm Kompressormotoren, die von den Serienmotoren abgeleitet wurden, in der Formal 1 mit. Unter anderem gegen 12-Zylinder Rennwagen von Ferrari!

Was diese Marke wohl heute zustande brächte!? Schade, dass es sie nicht mehr gibt.

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