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Design Ikone

Hersteller: Facel Vega FVS (FV4-3)
Preis: 245.000 €

  • Baujahr: 1958
  • 8 Zylinder
  • 6.430 ccm
  • 375 SAE-PS
  • 225 km/h

Facel Vega, eine französische Sportwagenmarke, die es leider nur von 1954 bis ‘64 gab. Kurzer historischer Rückblick zu Facel: Jean Daninos arbeitet zunächst bei Citroën als Designer und schuf die wunderschönen Cabriolets und Coupés des Traction Avant. Im Dezember 1939, also bereits nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, gründete er seine eigene Firma namens FACEL (Forges et Ateliers de Construction d´Eure et Loire). Hergestellt wurden Bleche für allerlei Zwecke. Nach dem Krieg, bot sich Möglichkeit kleine Serien für Automobilhersteller zu fertigen, deren Fabriken im Krieg zerstört wurden. Facel baute exquisite Coupés für Simca und Ford France. Nachdem Ford France 1954 seine Produktion in Frankreich einstellte und die Fabrik an Simca verkaufte, begann Jean Daninos in seiner Fabrik Autos unter eigenem Namen herzustellen. Zuvor hatte er diesen Schritt bereits geplant und stellte 1951, um zukünftig von den etablierten Autoherstellern unabhängig zu sein, einen Prototypen auf Bentley Basis her, der ihm über lange Zeit als Privatwagen diente. Um nach dem Ford Comete eine gewisse Kontinuität zu zeigen, suchte man einen anderen Namen aus der Astronomie und nannte die nun eigene Marke Facel Vega. Vega ist ein Stern im Sternbild der Leier.

Durch die Folgen des Krieges verschwanden all die klangvollen Namen der französischen Nobelmarken wie z.B. Delahaye, Delage, Voisin, Talbot oder Bugatti. Jean Daninos stieß mit seinen exquisiten Sportwagen in genau diese Lücke vor. Zunächst stellte man nur Coupés der absoluten Spitzenklasse her und stattete sie mit leistungsgesteigerten Chrysler Hemi V8-Motoren aus. Die Achtzylinder Facel Vega Modelle (die bekanntesten Modelle heißen FVS, HK 500, Facel II und Excellence) gehörten zu den teuersten und schnellsten Autos der 50er und 60er Jahre. Einige Modelle waren teurer als ein Rolls-Royce und alle galten als die schnellsten Viersitzer ihrer Zeit! Die erlauchte Kundschaft stand förmlich Schlange und die Autos wurden FACEL aus den Händen gerissen. Der marokkanische König Hassan II., der Schah von Persien, die Schauspielerin Ava Gardner, der Formel 1 Rennfahrer Stirling Moss, der Beatle Sänger Ringo Starr und der Schauspieler Tony Curtis gehörten zu den Kunden. Als der französische Literaturnobelpreisträger Albert Camus 1960 als Beifahrer in einem FV3b tödlich verunglückte, kam die Marke unfreiwillig auf die Titelblätter aller großen Zeitungen weltweit. Zu ihrer Zeit waren in West-Berlin nur zwei Facel Vega zugelassen, heute sollen es sieben Stück sein. Um die Modellpalette nach unten abzurunden brachte man 1960 die kleine Facellia mit selbst entwickeltem Vierzylindermotor heraus. Da viele der Vierzylindermotoren Probleme machten und man alle Motorschäden auf Garantie zu beheben versuchte, geriet die Firma unversehens ins Schlingern. 1963 ersetze man die Facellia durch den Facel III mit einem leistungsgestärkten Motor eines Volvo P1800 S und brachte 1964 zusätzlich den Facel 6 mit Sechszylindermotor aus dem Austin Healey heraus. Beide Fahrzeuge waren zuverlässig, aber der Konkurs ließ sich nicht mehr aufhalten und damit verschwand diese faszinierende Marke nach nur zehn Jahren wieder vom Markt. Es wurden insgesamt 1.174 Achtzylindermodelle, 1.258 Facellia und 432 Facel III und Facel 6 hergestellt. Heute gehören diese Fahrzeuge zu absoluten Raritäten und eigentlich erliegt jeder ihrem Design und ihrer einzigartigen Ausstrahlung. In Leistung und Design gaben Facel Vega Modelle den Trend vor. So wird die Marke oft als der Erfinder der Mittelkonsole bezeichnet und ihre vertikal hinter einer Glaskuppel stehenden Doppelscheinwerfer standen mit Sicherheit Pate für das Design der Mercedes Modelle der 60er und frühen 70er Jahre. Das zeitlose und stilsichere Auftreten dieser Autos gilt heute genauso wie vor 60 Jahren! Sehen Sie sich allein das Firmenlogo an, es gilt allgemein als das stilvollste der gesamten Automobilgeschichte.

Dieser extrem seltene Facel FVS (Typ FV4-3, Motor TY6) wurde 1958 an einen Kunden in der Park Avenue in New York City ausgeliefert. Der Typ FV 4 ist der Vorläufer des von Herbst 1958 bis Sommer 1961, in 490 Stück, produzierten Modell HK 500. Während der normale FV4 über einen 5.8 Liter Motor mit einer Leistung von 340 SAE-PS verfügt, arbeitet hier der TY6 Motor mit 6.4 Liter Hubraum und 375 SAE-PS Leistung. Exakt 30 Wagen von genau dieser Variante wurden gebaut und dies ist von diesen 30 Autos das letzte Exemplar. Wir kennen den Wagen jedenfalls seit rund zehn Jahren, als er von einem Museum in den Niederlanden, für welches er nahezu perfekt restauriert wurde, das erste Mal in unsere Werkstatt kam. 2006 wurde er von einem Russen gekauft, der den Wagen auf seinen Wohnsitz in Bonn angemeldet hatte. 2009 wurde der Wagen wieder verkauft - zufällig wieder nach Berlin. 2013 wurde er dann auf die Lebenspartnerin des Berliner Besitzers umgemeldet und schließlich 2015 von einem Berliner Sammler erworben. Dieser darf aus gesundheitlichen Gründen bis auf weiteres nicht mehr Autofahren und hat uns daher den FVS zum Verkauf überlassen. Unsere Untersuchung ergab, dass ein paar Kolbenringe gebrochen sind und daher befindet sich der Motor gerade bei der Überholung durch einen Spezialisten für eben solche Motoren. Die Arbeiten beinhalten auch den Einbau neuer Kolben, die gerade eigens für das Fahrzeug hergestellt werden. Unser Preis versteht sich inklusive dieser Motorarbeiten, sowie einiger zusätzlicher Arbeiten und einer neuen HU und einem H-Gutachten. Eine Auflistung dieser Arbeiten können wir Ihnen gerne zukommen lassen. Aber wir warnen Sie, denn einmal infiziert werden Sie den FACEL-Virus nicht mehr los...

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