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Untersuchung von nachgerüsteten Gurtbefestigungspunkten

Kim Marschall absolvierte im Frühjahr 2016 seine Bachelorarbeit für sein Studium der Fahrzeugtechnik an der HTW Berlin. Das ausgeschriebene Thema seiner Arbeit: „Untersuchung von nachgerüsteten Gurtbefestigungspunkten“.
Ein früheres Forschungsprojekt eines HTW Absolventen war es, einen Anforderungskatalog für den nachträglichen Einbau von Sicherheitsgurten in Oldtimer zu erstellen. Diese Arbeit von Remon Hirsekorn, die Sie auf unserer Internetseite unter Nachrüsten von Sicherheitsgurten finden, war die Ausgangsbasis für die Bachelorabeit von Kim Marschall.

Der Studiengang Fahrzeugtechnik an der HTW Berlin führt ein bis zwei Mal im Jahr, in Zusammenarbeit mit der TU Berlin, einen Fahrzeugcrash durch. Hierbei werden konstruktive Ideen der Studentinnen und Studenten im Versuch verifiziert. Nach der Arbeit von Remon Hirsekorn lag es auf der Hand, seine Ergebnisse an Hand eines Crashtests zu verifizieren. Dies war nun die Aufgabe von Kim Marschall.

Am 18.12.2015 fand dieser Crash statt. Dazu wurde ein Opel Ascona C von 1987 mit 50 km/h ungebremst gegen ein starres Hinderniss gefahren. Der Opel wurde ausgesucht, weil er bereits über originale Dreipunktautomatikgurte vorne und hinten verfügte. Im Wagen saßen vier Dummies, die auf der rechten Fahrzeugseite mit den originalen schwarzen Sicherheitsgurten des Fahrzeuges angeschnallt waren und auf der linken Seite mit den orangen Gurten, die nach Remon Hirsekorn eingebaut wurden. Der Crash sollte beweisen, dass die nachträglich eingebauten Gurte genauso stabil halten, wie die originalen Gurte des PKW Herstellers.

Die Bachelorarbeit von Herrn Marschall können Sie hier herunterladen (ca. 18,5 MB).

Der Crash wurde vom TÜV Rheinland, der HTW, der Firma Mansch Fahrzeugteile Berlin und der Atelier Automobile GmbH gesponsert und ein Reporter der Oldtimer Praxis war beim Versuch anwesend.

Die genauen Auswertung des Crash war im Februar 2016 abgeschlossen und Herr Marschall konnte seine Bachelorarbeit, die Sie hier runterladen können, im März fertigstellen. Die nachträglichen eingebauten orangefarbenen Gurte haben nicht nur gehalten wie vorhergesehen, sie haben sogar besser gehalten als die originalen Gurte von 1987. Auf den Videos kann man erkennen, dass der originale Gurt vorne rechts erst gehalten hat, nachdem sich der Dummy bereits rund 30cm nach vorne bewegt hat. Der Retractor in der Gurtrolle hat zu langsam reagiert. Das wirft die Frage auf, ob Sicherheitsgurte nicht nach einer bestimmten Zeit erneuert werden sollten! Somit haben wir schon wieder ein Thema für eine weitere Abschlussarbeit.

Wie auf den Videos deutlich zu sehen ist, haben zwar die Gurte gut gehalten, aber die Struktur des 28 Jahre alten Opel Ascona ist förmlich kollabiert und die vorderen Dummies sind völlig eingequetscht worden. Der Dummy vorne rechts ist sogar mit dem Kopf auf der Motorhaube aufgeschlagen. Zwar wurden, um das Verhalten der Gurte besser filmen zu können, die Türen ausgebaut, aber dies alleine erklärt den völligen Zusammenbruch der Karosserie nicht. Vielmehr dürfte die Karosserie über 28 Jahre weich geworden sein und das Blech der Türschweller, obwohl äußerlich in Ordnung, durch Korrosion zu sehr geschwächt sein. Die beiden vorderen Dummies sind derart eingequetscht, dass sie im Februar 2016 bei einer Übung der Feuerwehr aus dem Fahrzeug herausgeschnitten wurden.

Die nachträglich eingebauten Gurte jedenfalls haben gehalten und der Versuch ist daher als positiv zu werten. Somit konnte die von Remon Hirsekorn entwickelte Einbauanleitung für nachträgliche Sicherheitsgurte positiv verifiziert werden!

 

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